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Diagnose Therapie Informationen aus der Industrie

Dermatologie & Allergologie

Hautentzündungen: Diagnose

Lichtdermatosen

Idiopathische Lichtdermatosen
Urticaria solaris

Definition
Wenige Minuten nach Lichtexposition Auftreten von Quaddeln an den belichteten Körperpartien. Durch sog. Erschöpfungsphänomene Abnahme der Reaktion mit Saisondauer. Sehr seltenes Krankheitsbild. Ursache unklar.

Polymorphe Lichtdermatose

Definition
Durch Sonneneinwirkung entstehende juckende Hauterscheinungen, vorwiegend in den Sommermonaten und bei Frauen.

 

Pathogenese

 

  • möglicherweise zellvermittelte immunologische Reaktion vom verzögerten Typ
  • eigentliche Ursache unklar
  • häufiger Auslösung durch UVA-Aktionsspektrum, gelegentlich auch durch UVB.

 

Klinik

 

  • große morphologische Variationsbreite (papulöser Typ, Plaque-Typ, papulo-vesikulöser Typ, EEM-Typ u. a. m.)
  • Hautveränderungen entwickeln sich Stunden bis Tage nach Sonnenexposition auf exponierten Hautarealen
  • starker Juckreiz
  • bevorzugt sind Dekolleté, laterale Oberarm-, Oberschenkel- und Gesichtspartien befallen
  • spontane Rückbildung innerhalb von Tagen
Dermatitis solaris (Sonnenbrand)

Ursache

  • UV-Lichtexposition (Sonnenbestrahlung oder UV-Lampen)
  • nach 6-12-24 Stunden UVB-Erythem: prostaglandinvermittelt

 

Symptome

 

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Komplikation

Fieber und Herz-Kreislauf-Symptome bei großflächigem Sonnenbrand

Sommerakne (Synonym: Mallorca-Akne)

Die Existenz der Mallorca-Akne ist umstritten.

 

Ursache

Emulgatoren, generell Lipide in Hautpflegemitteln, und nachfolgende Besonnung führen zu Unverträglichkeitsreaktionen

Symptome

Besonders an Hals, Oberarmen, Dekolleté kommt es zur Ausbildung entzündlicher Papeln mit horniger Oberfläche mit ausgeprägtem Juckreiz.

Tungiasis (Synonym: Sandflohbefall)
(siehe Parasitäre Erkrankungen II)

Ursache

Weibchen von Tunga penetrans (Sandfloh - nur in den Tropen vorkommend) gräbt sich nach der Befruchtung in die Epidermis der Fußsohlen, Interdigitalräume und Periungualregion (innerhalb von 5-10 Min.). Mit Stechrüssel werden subepidermale Gefäße erreicht.

Symptome

An der Invasionsstelle bildet sich ein rötlicher, juckender Knoten. Zentral eingefülltes Abdomen des Sandflohs.

Komplikation

Sekundärinfektionen

Diagnose

mikroskopischer Ei-Nachweis (durch Druck auf Knotenmitte entleeren sich Eier)

Larva-migrans-Befall (Synonym: Hautmaulwurf)

Ursache

Verschiedene Nematoden- und Arthropodenlarven (in den Tropen und Subtropen). Inkubationszeit ca. 1 Monat; Larven dringen in die unverletzte Haut ein und unterminieren sie. Wanderungsgeschwindigkeit von wenigen Zentimetern pro Tag bis zu einigen Zentimetern pro Stunde.

Symptome

Besonders an Füßen, Unterschenkeln, Gesäß girlandenförmige, gerötete, erhabene Gangformation mit unterschiedlich starkem Juckreiz.

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Diagnose

Mit Vergrößerungsglas oder Auflichtmikroskopie Darstellung der Larve im Gang.

 

Komplikation

Sekundärinfektion und selten Systembefall

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Letztes Update:9 März, 2009 - 13:48